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Editierbare CloneZilla Images

Clonezilla - Bearbeitbare Images

Clonezilla ist ideal für komplette System-Backups. Benötigt man jedoch nur einzelne Dateien, fehlt die direkte Zugriffsmöglichkeit. Diese Anleitung zeigt, wie Sie mit Partclone ein Clonezilla-Image in ein Standard-Image konvertieren, das sich anschließend mounten und durchsuchen lässt.

In dieser Anleitung erfahren Sie, wie Sie mit Hilfe von Partclone ein Clonezilla-Image in ein Standard-Image umwandeln können, das sich anschließend mounten und wie ein normales Laufwerk durchsuchen lässt.

1. Voraussetzungen

  • Ein Linux-System (z. B. Ubuntu, Debian, Fedora)
  • Installierte Software: partclone
  • Clonezilla-Image mit Standard-GZIP-Kompression
  • Ausreichend Speicherplatz für die entpackte Image-Datei
  • Administratorrechte (sudo)

Tipp: Verwenden Sie ein temporäres Arbeitsverzeichnis mit genügend Speicherplatz, z. B. unter /tmp oder auf einer externen Festplatte.

Installation von Partclone

sudo apt install partclone

 

2. Konvertierung des Clonezilla-Images

Öffnen Sie ein Terminal und wechseln Sie in das Verzeichnis, in dem sich Ihr Clonezilla-Image befindet:

cd /pfad/zum/clonezilla/image/

Führen Sie anschließend den folgenden Befehl aus:

cat sdaX.YYYY-ptcl-img.gz.* | gzip -d -c | sudo partclone.restore -C -s - -O /DIR/sdaX.img

Platzhalter:

  • X: Nummer der Partition (z. B. sda1)
  • YYYY: Dateisystemtyp (z. B. ext4, ntfs)
  • DIR: Zielverzeichnis mit Schreibrechten und ausreichend Speicherplatz

Nach Abschluss des Vorgangs finden Sie im angegebenen Zielverzeichnis die Datei sdaX.img – ein vollständiges Abbild der Partition.

 

3. Neues Image mounten

Das erzeugte Image kann nun wie eine virtuelle Festplatte eingebunden werden. Das Vorgehen hängt vom Dateisystem ab:

Beispiel für NTFS:

sudo mkdir /mnt/image
sudo mount -o loop -t ntfs /DIR/sda1.img /mnt/image

Beispiel für Linux-Dateisystem (ext4):

sudo mount -o loop /DIR/sda1.img /mnt/image

Anschließend können Sie im Verzeichnis /mnt/image auf die Dateien zugreifen. Um das Backup nicht zu verändern, empfiehlt sich der read-only-Modus:

sudo mount -o loop,ro /DIR/sda1.img /mnt/image

 

4. Fehlerbehebung & Tipps

  • Fehlermeldung: "gzip: unexpected end of file"
    Prüfen Sie, ob alle Image-Segmente (.gz.aa, .gz.ab, …) vollständig vorhanden sind.
  • Partclone nicht gefunden: Überprüfen Sie mit which partclone.restore, ob Partclone korrekt installiert ist.
  • Alternative unter Windows: Das konvertierte .img-File kann mit Tools wie OSFMount, 7-Zip oder FTK Imager geöffnet werden.

 

5. Fazit

Mit wenigen Schritten lässt sich ein Clonezilla-Backup in ein normales Image umwandeln und selektiv auf einzelne Dateien zugreifen. Diese Methode eignet sich ideal, um versehentlich gelöschte Daten wiederherzustellen oder ältere Sicherungen zu durchsuchen, ohne das gesamte System zurückzuspielen.

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