Installation VMware Server 2 auf Ubuntu - Anpassung und Fehlerbehebung

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2. Anpassung und Fehlerbehebung

 

2.1 Entfernung der Kernel virtual machines (KVM)

Ein beliebter Stolperstein ist die bereits von Ubuntu installierte Virtualisierungslösung KVM. Diese gilt es zu entfernen, da ansonsten VMware Server nicht funktioniert. Zur Entfernung geben Sie bitte in einer Terminalsitzung nachfolgenden Befehl ein. Der Parameter -f erzwingt das Entfernen von symbolischen Links, auch wenn ein Eintrag unter /etc/init.d/kvm besteht.

> update-rc.d -f kvm remove

Nach einem Neustart des Systems überprüfen Sie mit dem Kommando lsmod ob der KVM-Dienst wirklich nicht mehr gestartet wird.

> lsmod | grep kvm

Falls Sie den Dienst nur testweise deaktivieren wollen, dann können Sie Linux dazu veranlassen über:

> modprobe -r kvm

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2.2 Anpassungen für die VLAN-Unterstützung

Die aktuelle Version von VMware Server 2 muss zur Nutzung der Host-VLANs leicht angepasst werden. Evtl. entfallen diese Schritte mit künfigten Versionen, daher prüfen Sie zuerst, ob eine Gast-VM schon Zugriff auf Ihre definierten VLANs hat. Falls aber nicht, dann führen folgende Schritt zum Erfolg:

a. Kopieren von vmnet.tar in ein temporäres Arbeitsverzeichnis mit Schreibrechten

cp /usr/lib/vmware/modules/source/vmnet.tar

b. Auspacken des Archives

tar xvf vmnet.tar

c. Im Verzeichnis vmnet-only bearbeiten Sie die Datei bridge.c ca. ab Zeile 969.

Ersetzen Sie dabei die Zeile:

if (bridge->dev->hard_header_len != ETH_HLEN) {

mit folgender Zeile:

if (bridge->dev->hard_header_len != ETH_HLEN && bridge->dev->hard_header_len != ETH_HLEN +4) {

d. Speichern Sie die Datei

e. Packen Sie die Datei bridge.c in das Archive vmnet.tar, welches sich im Ordner vmnet-only befindet.

f. Kompilieren Sie zum Abschluss die Kernel-Module

sudo /usr/bin/vmware-config.pl -compile

g. Starten Sie Ihr System neu und überprüfen Sie die Funktion der VLANs in Ihren VMware-Gästen.

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2.3 Mustersetup des Hosts

Unter Linuxdeviraten, die auf Debian basieren ist, ist die Einrichtung von virtuellen Lans (VLANs) sehr einfach. Nachfolgend ein Beispiel mit zwei Netzwerkkarte, bei der auf einer Karte zwei VLANs laufen. Als Netzwerkadressen werden Adressen aus dem privaten Klasse-C-Netz verwendet.

Die Netzwerkkonfiguration findet statt in /etc/network/interfaces

# This file describes the network interfaces available on your system
# and how to activate them. For more information, see interfaces(5).

# The loopback network interface
auto lo
iface lo inet loopback

# Netzwerkadapter_2
auto eth1
iface eth1 inet static
address 192.168.200.75
netmask 255.255.255.0
network 192.168.200.0
broadcast 192.168.200.255

# Netzwerkadapter_1
auto eth0
iface eth0 inet manual

# VLAN 1
auto eth0.1
iface eth0.1 inet static
address 192.168.210.200
netmask 255.255.255.0
network 192.168.210.0
broadcast 192.168.210.255
gateway 192.168.210.1

# VLAN 2
auto eth0.2
iface eth0.2 inet static
address 192.168.211.200
netmask 255.255.255.0
network 192.168.211.0
broadcast 192.168.211.255

 

Die Datei /etc/resolv.conf ist zuständig für die Namensauflösung

# DNS-Server
Nameserver 192.168.210.1


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