Bootmanager GRUB wiederherstellen

Nach einer Linux-Installation wird eine Windows-Installation vorgenommen, dazu zählt auch eine Reparaturinstalltion, die als "Überinstallation" getätigt wird. Windows überschreibt einen Bootmanager im MBR (Master Boot Record) immer durch seinen eigenen Manager. Dieser nimmt sich allerdings nicht automatisch Einträge für Fremdbetriebssysteme vor.

ACHTUNG: Diese Anleitung gilt nicht für die GRUB Version 2.

 

Vorgehensweise zur Reparatur:

  1. Starten des Rechnern mit einer Linux-Live-CD (z.B. Ubuntu oder Knoppix)
  2. Falls Sie den Partitionsnamen (beispielsweise sda2), auf der Sie Linux installiert haben, nicht kennen, so starten Sie ein Partitionierungstool, z.B. gparted.
  3. Nun geben Sie auf der Textkonsole folgende Befehle ein:

> sudo mount /dev/sdaX /mnt
> sudo mount -t proc none /mnt/proc
> sudo mount -o bind /dev / mnt/dev

Der erste Befehl hängt die Partition "X" des Geräts "sda" im Verzeichnis /mnt ein. Beachten Sie, dass Sie sowohl das Gerät als auch die Partition durch die mit dem Partitionierungstool herausgefundenen Werte ersetzten. Die beiden weiteren Zeilen mounten die Dateisysteme von "proc" und "dev" dorthin. Das Voranstellen des Kommandos "sudo" sichert die vollständigen Zugriffsrechte unter Linux (root-Rechte).

> sudo chroot /mnt

Weisen Sie Linux an zu dem auf der Festplatte oder sonstigen Datenträger installierten Linux zu springen und installieren Sie den GRUB-Dateimanager erneut mit folgender Zeile:

> sudo grub-install /dev/sda

Achten Sie hier wieder darauf "sda" mit dem richtigen Gerät zu ersetzen. Dieser Befehl installiert GRUB in den MBR des angegebenen Gerät (z.B. Ihrer Festplatte).

 

Nun zeigt sich beim Booten von diesem Gerät wieder der GRUB-Bootmanager. Sollte es sich um eine Neuinstallation von Windows gehandelt haben, so ist noch ein Eintrag in die Datei "menu.lst" vorzunehmen. Bei den meisten Linux-System finden Sie diese Datei unter /boot/grub/menu.lst.